Definition und Identität
Ist der Nacktmull wirklich nackt und ein Maulwurf?
Heterocephalus glaber ist ein Nagetier und kein echter Maulwurf. Sein Name beschreibt die grabende Lebensweise und die fast unbehaarte Haut. Einzelne feine Tasthaare bleiben am Körper und im Gesicht erhalten. Vollständig haarlos ist er also nicht.
Die Tiere bauen ein weit verzweigtes System mit Nest-, Vorrats- und Fressbereichen. Unterirdisch herrschen andere Bedingungen als auf offenem Boden. Wer den Körper verstehen will, muss die engen Gänge, die Dunkelheit und die Suche nach verborgenen Pflanzenknollen mitdenken.
Nacktmull · Der Biologie folgen
Was leisten Zähne und lose Haut?
Die großen Schneidezähne stehen vor den geschlossenen Lippen. So kann ein Nacktmull feste Erde abtragen, ohne ständig den ganzen Mund damit zu füllen. Starke Kiefermuskeln treiben die Grabbewegung an; andere Koloniemitglieder schaffen den gelösten Boden fort.
Lose Haut, kurze Beine und ein schlanker Körper helfen beim Wenden und Aneinandervorbeikommen im Tunnel. Nacktmulle können sich rückwärts fast so sicher bewegen wie vorwärts. Winzige Augen und fehlende äußere Ohrmuscheln passen dazu, dass Tasten, Riechen und Bodenvibrationen besonders wichtig sind.
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Warum gibt es eine Königin?
In einer Kolonie bekommt gewöhnlich eine führende Frau die Jungen, unterstützt von wenigen Zuchtmännchen. Viele andere Tiere graben, transportieren Futter, pflegen Junge und schützen das Gangsystem. Diese Aufteilung der Fortpflanzung wird oft als Eusozialität bezeichnet und ist bei Säugetieren ungewöhnlich.
Das Wort 'Arbeiter' darf die Tiere nicht zu starren Insektenkasten machen. Alter, Körpergröße und die aktuelle Lage können ihre Aufgaben verändern. Beobachtungen im Smithsonian-Zoo zeigen zudem, dass eine neue Königin nicht immer friedlich bestimmt wird.
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Was frisst er und wie alt wird er?
Nacktmulle fressen vor allem unterirdische Wurzeln und Knollen. Eine große Knolle kann lange Nahrung liefern, wenn die Tiere einen Teil stehen lassen und später zurückkehren. Wasser nehmen sie überwiegend mit der Nahrung auf.
Für ein so kleines Nagetier ist die Art ungewöhnlich langlebig; einzelne Tiere lebten in menschlicher Obhut rund dreißig Jahre. Das ist kein Alter, das jedes Individuum erreicht, und kein Beweis für völlige Krankheitsresistenz. Die Art gilt weltweit als nicht gefährdet, auch wenn einzelne Kolonien durch Landnutzung beeinträchtigt werden können.


Artenschutz
Nicht gefährdet
Hautfalten und Zähne wirken an der Oberfläche fremd. Im Tunnel helfen sie bei der Bewegung und beim Graben, während die Kolonie Nahrung und Schutz organisiert.
Belege und weitere Literatur
Quellen und Nachweise
Quellen 1 · Smithsonian's National Zoo
Naked mole-ratQuellen 2 · Smithsonian's National Zoo
Naked Mole-rat Cam FAQsQuellen 3 · Animal Diversity Web
Heterocephalus glaber



