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Ugly Animals

Telmatobius culeus · Andenfrosch im Hochgebirgssee

Titicaca-Riesenfrosch: Hautfalten zum Atmen

Der Titicaca-Riesenfrosch lebt vollständig im Wasser von Peru und Bolivien. Seine lockeren Hautfalten sind kein funktionsloser Überschuss. Sie vergrößern die feuchte Oberfläche, über die Sauerstoff aus dem Wasser in den Körper gelangt, und ermöglichen das Leben in einem kalten See auf großer Höhe.

Zu den Fakten
Titicaca-Riesenfrosch unter Wasser mit ausgeprägten Hautfalten
Das Merkmal im Zusammenhang: Die Falten vergrößern die Fläche für den Gasaustausch zwischen Haut und Wasser.

Auf einen Blick

Titicaca-Riesenfrosch: Kurzfakten

Wissenschaftlicher Name
Telmatobius culeus
Lebensraum
Titicacasee und nahe Gewässer in Peru und Bolivien auf etwa 3.800 Metern Höhe
Nahrung
Wirbellose Wassertiere, Schnecken, kleine Fische und weitere erreichbare Beute
Weltweiter Status
Vom Aussterben bedroht

Definition und Identität

Wo lebt der Titicaca-Riesenfrosch?

Telmatobius culeus gehört zu den Anden-Wasserfröschen. Das natürliche Vorkommen liegt im Becken des Titicacasees und in benachbarten Gewässern Perus und Boliviens. Erwachsene Tiere bleiben unter Wasser, statt regelmäßig an Land zu gehen wie viele vertraute Frösche.

Der See liegt auf einem Hochplateau. Kaltes Wasser und die dünne Atmosphäre stellen andere Anforderungen an die Atmung als ein Teich im Tiefland. Der Körperbau ist deshalb nur im Zusammenhang mit einem dauerhaft aquatischen Leben sinnvoll zu beurteilen.

Titicaca-Riesenfrosch · Der Biologie folgen

Wie funktionieren die Hautfalten?

Amphibien können Gase durch feuchte Haut austauschen. Falten an Körper und Beinen erweitern die Kontaktfläche mit sauerstoffreichem Wasser. Gleichzeitig sind die Lungen im Vergleich zu vielen anderen Fröschen reduziert. Die Haut übernimmt daher einen besonders großen Anteil der Atmung.

Bewegungen, die wie Schaukeln oder Liegestütze aussehen, führen frisches Wasser über die Oberfläche. Eine große Fläche hilft nur, wenn das umgebende Wasser genug Sauerstoff enthält. Schadstoffe und Veränderungen im See treffen somit genau die Grundlage dieser Anpassung.

Titicaca-Riesenfrosch · Der Biologie folgen

Warum sieht die Haut zu groß aus?

An Land oder auf einem engen Foto wirken die Falten wie ein schlecht sitzender Anzug. Im Wasser bilden sie eine wirksame Atemoberfläche. Das menschliche Urteil über Falten übersieht, dass mehr Haut hier mehr Raum für lebenswichtigen Gasaustausch schafft.

Die durchlässige Oberfläche bringt auch Risiken. Sie kann Schadstoffe aufnehmen und ist keine Barriere gegen jede Krankheit. Eine Anpassung an das Wasser macht den Frosch nicht unabhängig von Wasserqualität, sondern bindet ihn besonders eng daran.

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Warum ist die Art vom Aussterben bedroht?

Abwasser, industrielle und landwirtschaftliche Verschmutzung, Entnahme für den Handel, eingeschleppte Arten und Krankheiten setzen dem begrenzten Bestand zu. Massensterben zeigen, wie schnell ein Problem der Wasserqualität viele Tiere erreichen kann.

Weil Peru und Bolivien den See teilen, braucht der Schutz Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Überwachung, Bildung, Lebensraumverbesserung und Erhaltungszucht ergänzen einander. Zoobestände sichern Wissen, ersetzen aber keinen funktionierenden See. Mit dem Axolotl teilt die Art ein Wasserleben, nicht denselben Lebensraum oder dieselben Schutzmaßnahmen.

Titicaca water frog resting underwater
Titicaca water frog resting underwater
Close view of a Titicaca water frog's folded skin
Close view of a Titicaca water frog's folded skin

Artenschutz

Vom Aussterben bedroht

Die faltige Haut ist eine Atemfläche. Sie erklärt zugleich, weshalb sauberes, sauerstoffreiches Wasser für diesen Hochlandfrosch unverzichtbar bleibt.

Belege und weitere Literatur

Quellen und Nachweise

  1. Quellen 1 · American Museum of Natural History

    Telmatobius culeus
  2. Quellen 2 · Denver Zoo Conservation Alliance

    Amphibians in Need
  3. Quellen 3 · Zoo Berlin

    Titicaca Water Frog Conservation
  4. Quellen 4 · Animal Diversity Web

    Telmatobius culeus
  5. Quellen 5 · Prague Zoo

    Rare and Remarkable Titicaca Water Frogs